Panic – Wer Angst hat, ist raus

Unsere Azubis müssen im Rahmen ihrer Ausbildung kurze Romanpräsentationen erstellen, wobei das vorgestellte Buch frei gewählt werden kann. Wenn dann, wie bei der augenblicklich im 1. OG der Zentralbibliothek ausgestellten Präsentation, ein Titel wie „Panic“ ausgesucht wird, gibt das natürlich zu denken. Ist das ein versteckter Hinweis an die Ausbilder? Ist bei der Berufswahl etwas fatal schief gelaufen?

Nun, im täglichen Umgang zeigt Anastasia Neumann, die die Präsentation erarbeitet hat, keine plötzlichen Schweißausbrüche, Fluchtreflexe oder anderen Symptome. Aber lassen wir sie doch einfach selbst zu Wort kommen:

Text zum Buch

In dem Jugendbuch Panic – Wer Angst hat, ist raus“ von Lauren Oliver geht es darum, wie Jugendliche sich durch Gemeinschaft und Geld dazu locken lassen, lebensgefährliche Situationen zum Spaß anderer einzugehen. Die Gefühle von Wut, Rachedurst, Enttäuschung, Eifersucht und sehr viel Angst werden von unterschiedlichsten Charakteren vermittelt.

Die Autorin hat es sehr spannend geschrieben und bei jeder Figur fiebert man mit und kann sehr gut nachfühlen, was in ihr vorgeht. Das Buch ist in relativ realistischen Verhältnissen geschrieben. Die Organisatoren sind Jugendliche, keiner der Spieler weiß, wer sie sind. Ebenso die private Situation von der Hauptperson Heather ist real gestaltet und trifft mit einer alkoholkranken Mutter und einer kleinen Schwester, um die sich nicht gekümmert wird, einen Nerv. Sowie die weiteren Züge ihrerseits, als sie mit ihrer Schwester aus dem Elternhaus flieht und auf der Straße lebt. Auch ein weiterer Charakter, Dodge, spiegelt Realität wieder. Seine Schwester wurde bei dem Spiel verwundet und ist seitdem querschnittsgelähmt. Aus Rache will er die Person finden, die ihr das angetan haben.

Die Liebesgeschichte ist sehr versteckt gehalten und steht nicht im Vordergrund. Der Fokus bleibt bei dem Spiel und den Charakteren.

Inhaltsangabe

In der Kleinstadt Carp, Bundestaat New York, haben die Schulabgänger nichts anderes im Kopf als Panic. Ein verbotenes Spiel, welches in dem Jahr 50.000$ als Jackpot hat. Die Schüler müssen gegeneinander gefährliche Mutproben überwinden und niemand will verlieren.

Heather will nur ihre beste Freundin Nat beim Spiel unterstützen, spielt dann jedoch selbst mit. Für sich und ihre kleine Schwester Lilly bringt sie sich in Lebensgefahr um von ihrer alkohol- und drogensüchtigen Mutter wegzukommen und wohnt nach einer Zeit sogar nur noch im Auto und dann auf einer Farm bei einer Bekannten von ihr, die illegal zwei Tiger in einem Käfig hält. Von ihrer besten Freundin wird Heather nicht unterstützt, aber ihr bester Freund Bishop gibt ihr Rückhalt und ist heimlich einer der geheimen Aufgabensteller.

Ein weiterer, der den Sieg will, ist Dodge. Er will nicht nur das Geld, sondern auch Rache. Seine Schwester Danya hat vor zwei Jahren ebenfalls Panic gespielt und ist nach einer Prüfung so stark verletzt worden, dass sie seitdem querschnittsgelähmt ist. Nun will er sich bei dem Jungen rächen, der damals ihr Auto manipuliert hat. Dessen Bruder spielt in diesem Jahr nämlich auch mit und Dodge will keine Zeit verlieren…

Was mir an diesem Buch besonders gefallen hat

Ich habe es ausgesucht, weil mir das Thema der Geschichte sehr gut gefallen hat. Es ist sehr spannend geschrieben und befasst sich mit wichtigen Dingen, die auch das alltägliche Leben ansprechen und beeinflussen. Ebenso gibt es auch ein paar Überraschungen, wie z. B. Tiger, die auf einem Bauernhof illegal gehalten werden. Ebenso finde ich es sehr schön, dass die Autorin das Thema nicht durch eine Liebegeschichte geprägt hat, sondern sie bei anderen Dingen den Schwerpunkt gelegt hat, z. B. die Rache an den Verantwortlichen an den Verletzungen von Dodges Schwester oder die Enttäuschung über die kaputte Familie von Heather. Außerdem finde ich es beeindruckend, wie sich die verschiedenen Charaktere ihren Ängsten stellen und lebensgefährliche Aufgaben absolvieren. Sie wachsen über sich hinaus und entdecken neue Stärken und lernen, was im Leben wirklich eine Bedeutung hat.

Die Autorin

Die US-amerikanische Autorin Lauren Oliver hat schon als Kind sehr gerne gelesen und schrieb zu den Geschichten gerne Fortsetzungen, bis sie ihre eigene Geschichte begonnen hat. Sie studierte an der New York University Philosophie und Literatur. Sie arbeitete anschließend eine Zeit lang in einem Verlag und konzentrierte sich danach auf das Schreiben. Kurze Zeit darauf (2010) erschien ihr erster Roman und weitere folgten schnell.

Angaben zur eigenen Person

Mein Name ist Anastasia Neumann und ich habe am 01.08.2016 meine Ausbildung in der Stadtbibliothek Göttingen als Fachangestellte für Medien-und Informationsdienste begonnen.

(Tipp: Klicken Sie auf den Buchtitel, und Sie gelangen zu diesem Medium im Katalog der Stadtbibliothek.)

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