Verblendung

Unsere Auszubildenden müssen Nerven wie Drahtseile haben. Nein, nicht wegen unserer Leser, aber wir vom Stammpersonal sind natürlich knallharte Ausbilder und schenken unseren Azubis absolut gar nichts! Lehrjahre sind schließlich keine Herrenjahre!😉

Da ist es nicht verwunderlich, wenn eine zukünftige Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste auch vor der Lektüre nervenzerfetzender Thriller nicht zurückschreckt. Als sie wie alle unserer Auszubildenden eine Buchpräsentation erstellen sollte, wählte Charlotte Hartnack, Auszubildende im 1. Lehrjahr, daher den Thriller „Verblendung“ von Stieg Larsson. Ihre Präsentation ist zurzeit im 1. OG der Zentralbibliothek ausgestellt.

Larsson

Handlung:

Der bei der Zeitung Millennium angestellte Journalist Mikael Blomkvist erregt mit einer Enthüllungsgeschichte über den schwedischen Wirtschaftskönig Wennerström viel Aufmerksamkeit. Blomkvist beschuldigt Wennerström schwerer Wirtschaftsverbrechen und Steuerhinterziehungen sowie illegalen Waffenhandels. Wennerström zeigt Blomkvist daraufhin wegen Verleumdung an und gewinnt den Prozess, da Blomkvist offenbar keine sicheren Quellen verwendet hatte und seine Story daraufhin unglaubwürdig scheint.

Nachdem Blomkvist Millennium vorerst verlässt, um weitere Kritik an der Zeitschrift zu vermeiden, wird er von dem ehemaligen Konzernchef Henrik Vanger engagiert um herausfinden, was mit seiner vermeintlich ermordeten Großnichte Harriet Vanger passiert ist, die vierzig Jahre zuvor spurlos verschwand. Schnell findet Blomkvist heraus, dass die Familie weit mehr als nur die üblichen Leichen im Keller versteckt hält. Jedes einzelne Mitglied hat viele Geheimnisse und niemand scheint begeistert darüber, dass Blomkvist bei ihnen auf Tuchfühlung geht. Zuerst gehen die Ermittlungen von Blomkvist nur schleppend voran, bis er schließlich herausfindet, dass Harriet offenbar einem Serienmörder auf der Spur war. Durch Zufall erfährt Blomkvist von Lisbeth Salander, einer freien Mitarbeiterin einer Sicherheitsfirma, von der Henrik Vanger zuvor Blomkvist überprüfen ließ um zu sehen, ob er auch vertrauenswürdig sei.

Salander ist eine hochintelligente Hackerin, die wegen einer komplexen Vorgeschichte unter Vormundschaft steht.

Blomkvist und Salander schließen sich zusammen, um gemeinsam den Spuren des Serienmörders zu folgen und so hinter das Geheimnis von Harriets Verschwinden zu gelangen. Durch alte Fotos von dem Tag von Harriets Verschwinden, die Orte und Zeiten der Morde und die Unterlagen von den Firmenreisen, gelingt es Blomkvist und Salander schließlich unabhängig voneinander, den Mörder von Harriet zu finden.

Der Film:

Im Jahr 2009 wurde „Verblendung“, das erste Buch der Millennium-Trilogie, von dem dänischen Regisseur Niels Arden Oplev verfilmt. Der zweite sowie der dritte Teil folgten in den schwedischen Kinos noch im gleichen Jahr, in Deutschland erschienen sie 2010. 2011 wurde eine Neuverfilmung von „Verblendung“ von dem US-amerikanischen Regisseur David Fincher produziert.

Der Autor – Stieg Larsson:

Karl Stig-Erland Larsson wurde am 15. August 1954 in Skelleftehamn, Västerbottens län, in Schweden geboren. Um Verwechslungen mit dem Drehbuchautor und Regisseur Stig Larsson zu vermeiden, änderte er seinen Namen in Stieg Larsson. Larsson war ein schwedischer Journalist, der einerseits bekannt wurde durch die Herausgabe des antirassistischen Magazins „Expo“, hauptsächlich jedoch durch seine drei Kriminalromane „Verblendung“, „Verdammnis“ und „Vergebung“, die als „Millennium-Trilogie“ bekannt sind. Die Trilogie wurde postum veröffentlicht, da er am 09. November 2004 in Stockholm an einem Herzinfarkt starb. Ebenso erhielt er für seinen Roman „Verblendung“ postum den Skandinavischen Krimipreis im Jahr 2006.

Persönliche Meinung:

Stieg Larssons Roman „Verblendung“ ist ein absolut fesselnder Thriller, der erst etwas langsam beginnt, dann aber doch schnell an Fahrt aufnimmt und damit an Spannung gewinnt. Die Charaktere sind gut beschrieben und ihre Persönlichkeit kommt glaubwürdig herüber. Vor allem Lisbeth Salander hat mir persönlich sehr gut gefallen, denn durch ihre unkonventionelle Verhaltens- und Denkweise ist sie eine sehr faszinierende Romanfigur. Die Handlung dieses vielschichtigen Thrillers lebt durch den Wechsel zwischen Blomkvist und Salander, die den zahlreichen Hinweisen und Spuren in der Geschichte folgen, durch die der Leser lange im Unklaren gelassen wird. Insgesamt ist „Verblendung“ ein packender Roman, der auf seinen über 600 Seiten nahezu komplett überzeugt und mich vollkommen in seinen Bann gezogen hat.

Über mich:

Mein Name ist Charlotte Hartnack und ich mache seit August 2015 eine Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste, hier in der Stadtbibliothek Göttingen.

Bestand:

Der Titel ist in verschiedenen Versionen im Bestand der Stadtbibliothek zu finden:

Buch
Hörbuch
DVD (1. Verfilmung von 2009)
E-Book in der Onleihe
Hörbuch in der Onleihe

(Tipp: Klicken Sie auf die oben angezeigten Links, und Sie gelangen zu diesem Medium im Katalog der Stadtbibliothek.)

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