Die Seel‘ wird nicht im Feuer braten, füllst du den Kassenautomaten!

Wahrlich, ich sage euch, kommet in den Bibliothekstempel und opfert den schnöden Mammon für einen Bibliotheksausweis, auf dass auf Erden schon ein Stück des Paradieses euer sei!

Jetzt sind sie endgültig übergeschnappt, die Bibliothekare? Fühlen sich als Hohepriester des Musentempels, Schamanen der Medien, Kardinäle der Information?

Nun, diese Rolle wird uns gewissermaßen von außen aufgedrängt, werden doch unsere Wirkungsstätten, die Bibliotheken, von der Firma Sony als griechische Tempel dargestellt. Seit Medien in der Onleihe auch vorzeitig zurückgegeben werden können, sieht man die entsprechenden Funktions-Buttons in der Software „Reader for PC“ (Abb. oben) und auf den Sony-E-Book-Readern selbst (Abb. unten).

Also tretet ein in den Bibliothekstempel, oh ihr Gläubigen, und erfreut euch der vielfältigen Angebote, die euch von den erleuchteten Bibliothekaren so mannigfach dargeboten werden!

Und wie kommen die Sonys nun auf die (Schnaps-)Idee, einen Tempel als Sinnbild für Bibliotheken zu verwenden? Vermutlich hatten sie die New York Public Library vor Augen, die in der Tat einem griechischen Tempel nachempfunden scheint und schon häufig als Filmkulisse diente.

New York Public Library (Foto: Wikipedia)

New York Public Library (Foto: Wikipedia)

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