Retrum

Nein, wir schicken unserer Azubis nicht nächtens auf den Friedhof, um Leichen auszugraben! Wir müssen uns unsere Kunden zum Glück nicht in Frankensteinscher Manier zusammenbasteln, sondern sind völlig zufrieden mit all den lieben Menschen, die uns tagtäglich besuchen und Medien ausleihen. Aber wir verlangen von unseren Auszubildenden, dass sie im Rahmen ihrer Ausbildung kurze Romanpräsentationen erstellen, wobei der vorgestellte Titel frei gewählt werden kann. Nele Darmstädter, Auszubildende im ersten Lehrjahr, hat sich dafür „Retrum“ von Francesc Miralles ausgesucht. Ihre Präsentation wird zurzeit im 1. OG der Zentralbibliothek gezeigt.

retrum

Inhalt:
Der sechzehnjährige Christian ist schuld am Tod seines Zwillingsbruders. Er hat ihn zu einer Spritztour auf dem Motorrad des Vaters überredet und dabei einen Unfall verursacht. Durch dieses Ereignis zerbricht die Ehe der Eltern, seine Mutter zieht nach Amerika und Christian bleibt bei seinem in der Trauer gefangenen Vater. Christian zieht sich vollständig zurück, sein Leben ist fortan geprägt von Melancholie und Schwermut. Er lässt niemanden an sich heran, weder seinen Vater noch sonst jemanden.
Am wohlsten fühlt sich Christian in der Einsamkeit des Friedhofs, wohin er sich gern zurückzieht. Eines Tages trifft er dort Robert, Lorena und Alexia, drei Jugendliche, die sich schwarz kleiden und weiß schminken und den Kontakt zu Toten suchen. Sie nennen sich „Retrum“, treffen sich regelmäßig auf Friedhöfen und verbringen dort ihre Nächte. Christian schließt sich ihnen an. Er verliebt sich in Alexia und fühlt sich nach langer Zeit wieder lebendig. Die vier machen gemeinsam eine Reise, bei der sie verschiedene europäische Friedhöfe besichtigen. Die Reise endet grausam durch Alexias Ermordung. Doch nach der Heimkehr taucht sie immer wieder in Christians Nähe auf…

Der Autor
Francesc Miralles wurde 1986 in Barcelona geboren. Er arbeitet als Drehbuchautor und Schriftsteller und widmet sich nebenher zusammen mit seiner Band Nikosia seiner zweiten Leidenschaft, der Musik. Nikosia war es auch, die ihn mit dem Lied „When were dead“ zu „Retrum“ inspiriert hat.

Persönliche Meinung
„Retrum“ zählt zu meinen Lieblingsbüchern. Ich finde es sehr schön und auf eine düstere Art romantisch. Auch kann ich mich gut in den Figuren wiederfinden, weil uns eine geradezu klischeehafte Zuneigung zu düsteren Orten und vor allem Friedhöfen verbindet. Zuletzt möchte ich noch erwähnen, dass man meiner Meinung nach auf das Thema des Buches eingehen muss, und man sollte nicht auf einen actionreichen Thriller hoffen, denn der ist hier nicht gegeben.

Über mich:
Ich heiße Nele Darmstädter und ich befinde mich seit August 2014 in der Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste, hier in der Stadtbibliothek Göttingen.

(Tipp: Klicken Sie auf den Buchtitel oder die Abbildung, und Sie gelangen zu diesem Medium im Katalog der Stadtbibliothek.)

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