Der Erste Weltkrieg: Romane – Die Klassiker. Teil 2

Hier der zweite Teil unserer Zusammenstellung von Roman-„Klassikern“, die die Erlebnisse der Frontsoldaten im Ersten Weltkrieg zum Thema hatten.

Den ersten Teil finden Sie hier.

Kracauer, Siegfried: GinsterKracauer, Siegfried: Ginster : Roman

Der Erste Weltkrieg zieht den jungen Ginster zunächst in seinen Bann, schnell jedoch verliert er seine Begeisterung und steht dem Patriotismus seiner Zeitgenossen kritisch gegenüber. Doch auch Ginster erhält einen Gestellungsbefehl, dem er sich mit allen Mitteln zu entziehen versucht. Erstmals erschienen 1928.

Plievier, Theodor: Der Kaiser ging, die Generäle bliebenPlievier, Theodor: Der Kaiser ging, die Generäle blieben

Geschildert werden die Ereignisse an der Westfront und in der Heimat während des 1. Weltkrieges. Der 1. Weltkrieg endete 1918 mit dem Zusammenbruch des deutschen Kaiserreiches. Erstmals 1932 erschienen.

Glaeser, Ernst: Jahrgang 1902Glaeser, Ernst: Jahrgang 1902 : Roman

Der erstmals 1928 erschienene Roman war seinerzeit ein großer internationaler Erfolg. Aus Sicht eines 1902 geborenen Jungen geschrieben, schildert der Ich-Erzähler seine Erlebnisse im Umfeld von Schule, Familie und Freunden in einer süddeutschen Kleinstadt zwischen 1914 und 1918.

Scharrer, Adam: Vaterlandslose Gesellen

Dieser Roman gilt als proletarische Antwort auf Remarques „Im Westen nichts Neues“, eine Abrechnung mit dem Wilhelminischen System und dem von diesem begonnenen Krieg. Erstmals erschienen 1930.

Unruh, Fritz von: Opfergang

Der Autor stammte aus einer preußischen Offiziersfamilie. Als guter Freund des Kronprinzen wurde er im März des Jahres 1916 beauftragt, über die Schlacht von Verdun zu berichten. Entstanden ist eine unmittelbar zeitnahe Erzählung. Erstmals erschienen 1918.

Hašek, Jaroslav: Die Abenteuer des guten Soldaten Svejk im WeltkriegHašek, Jaroslav: Die Abenteuer des guten Soldaten Svejk im Weltkrieg

Neue Übersetzung des satirischen Romans über den Privatkrieg eines hilflosen, verschmitzten Offiziersburschen gegen die k.u.k. Militärmaschinerie zur Zeit des 1. Weltkrieges. Mit Kommentar und Nachwort. In der Tradition des Schelmenromans werden die Erlebnisse des Prager Hundehändlers Schweijk erzählt, der als einfacher Soldat in den Ersten Weltkrieg ziehen muss. Mit der Einfalt und Naivität des kleinen Mannes entlarvt er die Wichtigtuer in Militär und Verwaltung, in Politik und Kirche als funktionierende Räder eines unmenschlichen Apparates. Erschienen zwischen 1921 und 1923.

Grimm, Hans Herbert: SchlumpGrimm, Hans Herbert: Schlump : Roman

Voller Tatendrang zieht 1915 der 17-jährige Emil Schulz, der nach einer unliebsamen Begegnung mit der Polizei den Spitznamen „Schlump“ erhielt, in den Ersten Weltkrieg. Dort erlebt er hautnah das tägliche Grauen, ohne den Glauben an das Gute in dieser Welt zu verlieren. Erstmals 1928 erschienen.

Kisch, Egon Erwin: Schreib das auf, Kisch!Kisch, Egon Erwin: Schreib das auf, Kisch! : ein Kriegstagebuch

Das Kriegstagebuch des „rasenden Reporters“, Soldat an der serbischen Front, dokumentiert von Juli 1914 bis März 1915 minutiös seine Beobachtungen und Erlebnisse: Die Grausamkeit des 1. „modernen“ Krieges, die Unfähigkeit der Vorgesetzten und das Schicksal der sinnlos Geopferten.

Renn, Ludwig: KriegRenn, Ludwig: Krieg

Unter dem Namen Ludwig Renn veröffentlichte der frühere kaiserliche Offizier Arnold Vieth von Golßenau das Buch „Krieg“, das Weltruhm erlangte: Ein einfacher Soldat wird am Tag der Mobilmachung Gefreiter und noch im August 1914 an die Westfront kommandiert. Er führt beflissen Befehle aus, bis er zu ahnen beginnt, dass das Grauen nicht nur ohne höheren, sondern völlig ohne Sinn ist. Erstmals 1928 erschienen.

(Tipp: Klicken Sie auf den Buchtitel oder die Abbildung, und Sie gelangen zu diesem Medium im Katalog der Stadtbibliothek.)

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