Mord im Gurkenbeet

Unsere Auszubildenden müssen vieles machen – nur lesen müssen sie entgegen landläufiger Meinung eher weniger. Denn ebenso wenig, wie ein Koch immer isst oder ein Winzer permanent Wein trinkt, besteht die Tätigkeit eines „Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste“ überwiegend aus Lesen. Aber gelegentlich dürfen sie doch mal in ein Buch schauen, müssen danach aber eine Präsentation dazu erstellen. Janine Mertens, Auszubildende im 1. Lehrjahr, hat den Titel „Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet“ von Alan Bradley ausgewählt. Zurzeit ist ihre Präsentation im 1. OG der Zentralbibliothek ausgestellt.

Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet

Inhaltsangabe

Noch nie hatte die junge Flavia ihren stets souveränen Vater, Colonel de Luce, so verstört gesehen, wie an dem Tag, an dem eine tote Zwergschnepfe vor der Küchentür lag. War es der tote Vogel, oder die durchbohrte Briefmarke am Schnabel des Vogels, die den passionierten Philatelisten so außer Fassung brachte?

Am Abend erscheint ein fremder Mann im Arbeitszimmer ihres Vaters. Der Fremde zettelt eine wilde Diskussion an. Als der Streit eskaliert, schickt Dogger, die rechte Hand ihres Vaters, Flavia in ihr Bett. „Das hier geht dich nichts an“ behauptet er. Wenn er sich da nicht täuscht!

Am frühen Morgen erwacht das Mädchen und will zur Wiedergutmachung Doggers Schubkarre im Garten richtig hinstellen. Doch auf dem Weg durch das Gurkenbeet stolpert sie und landet neben dem Rothaarigen vom Vorabend, der ihr sterbend gerade noch ein letztes Wort zuraunen kann: „Vale“.

Jeder hält ihren Vater für den Mörder, nur Flavia glaubt felsenfest an die Unschuld des Colonels. Schließlich ist der Ermordete vergiftet worden, und ganz im Gegensatz zu Flavia, die eine begnadete Giftmischerin ist, hat ihr Vater nie Interesse an der Chemie des Todes gezeigt.

Also fragt Flavia in vermeintlich kindlicher Unschuld sämtlichen Zeugen Löcher in den Bauch. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur, bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist.

Persönliche Meinung

„Mord im Gurkenbeet“ ist eines meiner Lieblingsbücher. Die gleichzeitig schrulligen, doch sympathischen Charaktere haben ihren ganz eigenen Charme und machen das Buch zu etwas Besonderem. Die Geschichte ist gleichzeitig humorvoll und spannend und man weiß bis zum Schluss nicht genau, wie und warum der Mord geschehen ist.

Der Krimi wird aufgrund der jungen Protagonistin oft als Kinderbuch deklariert. Bei genauerer Betrachtung stellt man jedoch fest, dass das Buch eher für Jugendliche und Erwachsene ausgelegt ist. Der Schreibstil des Autors und die teilweise komplizierten chemischen Erklärungen würden die meisten Kinder vielleicht eher abschrecken als begeistern. (So, so, da nimmt sich eine Auszubildende im 1. Lehrjahr das Recht heraus, die Einstufung gestandener Bibliothekare – „ab 10“ – zu kritisieren. Das lässt ja für die weitere Ausbildung hoffen… Der Blogger 🙂 )

Ich kann dieses Buch vor allem auch denjenigen empfehlen, die sonst einen Bogen um Kriminalromane gemacht haben, sich aber trotzdem für spannende Rätsel begeistern können.

Über den Autor

Alan Bradley wurde 1938 geboren und ist in Cobourg in der kanadischen Provinz Ontario aufgewachsen. Nach einer Karriere als Elektrotechniker, die schließlich in der Position des Direktors für Fernsehtechnik am Zentrum für Neue Medien der Universität von Saskatchewan in Saskatoon gipfelte, hat Alan Bradley sich 1994 aus dem aktiven Berufsleben zurückgezogen, um sich nur noch dem Schreiben zu widmen. „Mord im Gurkenbeet“ ist sein erster Roman und der in England, USA und Kanada bereits viel umjubelte Auftakt zur Serie um die außergewöhnliche Detektivin Flavia de Luce.

Auszeichnung

Auf der Grundlage eines einzigen Kapitels hat Alan Bradley mit seinem Krimi-Erstling den „Debut-Dagger“, den renommierten Dagger Award in der Kategorie des besten Werks eines bisher nicht veröffentlichten Autors gewonnen.

Das erste, das „Gewinnerkapitel“, beschreibt Flavias Reibereien mit ihren älteren Schwestern, erzählt, wie sie zu ihrem ungewöhnlichen Hobby kam und fachsimpelt ein wenig über chemische Gleichungen, Alkalimetalle und Gifte.

Über mich

Mein Name ist Janine Mertens und ich mache seit August 2013 eine Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste hier in der Stadtbibliothek Göttingen.

Die Reihe „Flavia de Luce“ besteht bislang aus folgenden Teilen:

  1. Mord im Gurkenbeet
    Vorhanden als Buch, als E-Book und als Hörbuch zum Download.
  2. Mord ist kein Kinderspiel
    Vorhanden als Buch und als E-Book.
  3. Halunken, Tod & Teufel
    Vorhanden als Buch und als E-Book.
  4. Vorhang auf für eine Leiche
    Vorhanden als Buch und als E-Book und als Hörbuch (CD).
  5. Schlussakkord für einen Mord
    Vorhanden als Buch und als E-Book.
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: