FAQ: Warum unterstützt die Onleihe nicht mein Betriebssystem / mein mobiles Gerät?

Dieser Artikel ist veraltet.
Die aktuelle Version finden Sie auf der FAQ-Seite des Portals der Stadtbibliothek.

OnleiheVon Zeit zu Zeit erreicht uns die Frage, warum die Onleihe nicht mit allen Betriebssystemen und Geräten gleichwertig zusammenarbeitet. Insbesondere die Nutzer von Macintoshsystemen (Apple) oder Linux haben nicht zu allen dort angebotenen Medien Zugang. Auch Smartphones, Tablets und MP3-Player sind – wenn überhaupt – nur für bestimmte Medienformate verwendbar.

Und natürlich gehört dazu auch die Frage, ob wir das nicht ändern könnten. Um es gleich vorweg zu sagen: Wir sind mit der Situation auch nicht glücklich, haben momentan aber keine Möglichkeiten, etwas zu verbessern.

Ursächlich ist zunächst das (verständliche) Verlangen der Verlage nach einem Mechanismus, der das freie Kopieren der E-Books, Hörbücher, Videos etc. verhindert. Wir sind daher verpflichtet, ein Rechte-Managementsystem (DRM = Digital Rights Management) einzusetzen, was darüber wacht, dass die Medien nicht kopiert werden können, dass sie nur für eine begrenzte Zeit entliehen werden können usw. Leider gibt es nun nicht das eine DRM, das auf allen Betriebssystemen und Plattformen läuft. Microsoft und Apple kochen jeweils ihr eigenes Süppchen, zudem gibt es verschiedene Systeme für die unterschiedlichen Medienarten (E-Books, Audio- und Video-Dateien).

Im Unterschied zu Microsoft gibt die Firma Apple ihr DRM nicht für dritte Unternehmen frei. Für Hörbücher, Videos und Musik wird daher das DRM der Firma Microsoft benutzt. Dadurch sind allerdings nicht nur PCs mit Macintosh-Betriebssystemenen, sondern auch iPod, iPad und iPhone für diese Mediengruppen nicht kompatibel. Für textbasierte Medien in den Formaten PDF und ePub wird das DRM der Firma Adobe benutzt, das für mehr Betriebssysteme und Plattformen verfügbar ist und für eine höhere Kompatibilität sorgt. Aber auch hier gibt es Ausnahmen, so verwendet Amazon auf dem E-Book-Reader „Kindle“ ein eigenes System, das das Abspielen der E-Books aus der Onleihe unmöglich macht.

Welches Gerät mit welchem Betriebssystem und welchen Programmen für welche Medienarten nutzbar ist, haben wir in einer übersichtlichen Tabelle zusammengestellt, deren aktuelle Version Sie hier downloaden können.

Für eine aktuelle Version dieser Tabelle bitte hier klicken

Eine Liste kompatibler MP3-Player finden Sie hier.
Eine Liste kompatibler E-Book-Reader finden Sie hier.

Weitere Angaben zu Anforderungen und Programmversionen entnehmen Sie bitte dem Hilfetext der Onleihe.

Es gibt noch einen weiteren Grund, warum wir die Onleihe nur so anbieten können, wie sie sich zurzeit darstellt: Für eine kleine Bibliothek wie die Stadtbibliothek Göttingen wäre es technisch und personell unmöglich, die Datenspeicherung und das Rechte-Management in eigener Regie zu betreiben. Wir kaufen diese Dienstleistungen daher bei der Firma DiViBib ein – und das Angebot dieses Unternehmens ist momentan europaweit (!) einzigartig.

Wir haben deshalb nur die Alternativen, die Onleihe so anzubieten, wie sie zurzeit ist – oder ganz darauf zu verzichten. Da wir im Downloadangebot eine wichtige und zukunftsträchtige Facette der Bibliotheksarbeit sehen, haben wir uns entschlossen, die Onleihe auch mit ihren momentanen Einschränkungen einzusetzen – in der Hoffnung darauf, dass sie zukünftig entfallen können und dass vielleicht auch das Handling in Zukunft einfacher wird.

Dies ist die aktualisierte Version eines älteren Artikels.

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7 Responses to FAQ: Warum unterstützt die Onleihe nicht mein Betriebssystem / mein mobiles Gerät?

  1. […] Weil wir von den Möglichkeiten und der Zukunftsträchtigkeit der Onleihe überzeugt sind, haben wir uns frühzeitig entschieden, mitzumachen und einige Kinderkrankheiten und Anfangsschwierigkeiten in Kauf zu nehmen (vgl. auch den Artikel zur Betriebssystem-Kompatibilität). […]

  2. Gérard Bekhuis sagt:

    Adobe Digital Edition lässt sich unter Linux nicht mit Wine verwenden, dass ist ein Märchen. Ich habe es ausprobiert.
    Ich fühle mich als LINUXER diskriminiert und abgelehnt, ich beantrage Asyl und möchte als Linuxer ernst genommen werden. Schließlich habe ich das bessere Betriebssystem!!!

    • klempmat sagt:

      Hallo Herr Bekhuis,
      mangels Linux-System kann ich es nicht ausprobieren, aber das sollte mit Wine schon funktionieren. Vielleicht schauen Sie mal in das userforum (http://www.userforum.onleihe.de), dort habe ich einige Einträge zu Wine gefunden, und bei anderen Lesern scheint es zu funktionieren. Und: Nein, wir wollen Sie als Linuxer nicht diskriminieren, das macht schon Adobe, indem es von seinen DRM-fähigen Digital Editions keine Linux-Version herausbringt. Auch wir finden diesen ganzen DRM-Hickhack äußerst blöd, aber wie im Artikel erläutert, die Verlage bestehen darauf. 😦

      • Gérard Bekhuis sagt:

        Hallo.

        Ich arbeite viele lange Jahre mit Debian und mit Debian geht es nicht.
        Außerdem geht aus dem Forum nicht eindeutig hervor, dass AdobeDigitalEdition wirklich problemlos mit Linux kooperiert und funktioniert.
        Insofern halte ich mein Statement aufrecht.
        Viele Grüße,
        Gérard Bekhuis.

    • klempmat sagt:

      Hallo Herr Bekhuis,
      ich habe Ihr Problem an die Fa. DiViBib weitergeleitet, hier die Antwort:

      „Unter Hilfe > Hilfethemen > Problemlösungen finden Sie u.a. unsere Mindestanforderungen.
      Bezüglich Debian steht dort: Debian 4.0 Etch + Adobe Reader 7.0.9 – 8.x

      http://www4.onleihe.de/goettingen/frontend/include,6465-0-0-100-0-0-0-0-0-0-%250Ddivibib%250Acustomer%250Dxa_de_ni%250Dgoettingen%250Dde%250Dfaq%250Dtechnical%2509html.html

      Wir können hier ebenfalls nicht jedes System oder Derivat von Linux-Systemen prüfen. Wenn grundsätzlich kein eBook funktioniert, liegt es vermutlich an den lokalen Einstellungen, die wir nicht alle überprüfen und auf dem aktuellsten Stand halten können.
      Sollte es mit gekauften eBooks klappen, so gibt es ggf. Schwierigkeiten mit dem Erwerb der Lizenz bei den entliehenen, also kann es z.B. an der Firewall, o.ä. liegen. Es ist schwer, dass so unspezifisch anzugeben.“

      Ich hoffe, das hilft weiter!?

      Viele Grüße
      Ihre Stadtbibliothek

      • Gérard Bekhuis sagt:

        Hallo.

        Debian ist das älteste und beste Linuxsystem, woraus viele andere Derivate entstanden sind.
        Debian ist inzwischen bei Version 8 jessie angekommen.
        Viele Grüße,
        Gérard Bekhuis

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