1980 bis 2012 – eine lange Zeit, ein langes Arbeitsleben an der Stadtbibliothek. Das jetzt zu Ende gegangen ist.
Peter Schepper, Dipl.-Bibliothekar und an der Stadtbibliothek vor allem mit vielfältigen Lektoraten betraut, hatte gestern seinen letzten Arbeitstag. Viele unserer Leser werden ihn von den Bibliotheksführungen kennen, die er regelmäßig betreute. Oder sicherlich von den Diensten an den Informationsplätzen in der Zentralbibliothek.
Nun geht er in den verdienten (Vor-)Ruhestand und muss sich nicht länger um Ausleihzahlen, Signaturen, WLAN-Voucher oder Etatquoten kümmern. Dem Buch und der Literatur wird er aber sicherlich weiterhin verbunden bleiben, dafür sorgt schon seine Neigung zum Verseschmieden. Überlassen wir ihm also zum Abschied selbst das letzte – wohlgereimte – Wort:
Der alte Bibliothekar
(Peter Schepper)
Sein Blick ist vom Durchstöbern der Regale
So müd’ geworden, dass ihm schwindelt,
ihm ist, als ob sich tausend Male
der Bücherstaub im Auge bündelt.
Der weiche Gang, den ihm die Jugend gab,
damit er starken Schritts enteile,
ist nun wie Schwanken in ein Grab,
in dem es endlich heißt: Verweile…
Nur manchmal schiebt sich, wenn auch spät,
Erkenntnis unter seine Stirn:
Dass alles, was einmal gelebt,
vergehen muss wie Eis und Firn.
(frei nach Rilkes „Panther“)
Peter, wir werden Dich vermissen – besonders, wenn wir Deine Spätdienste mit abdecken müssen!
Verfasst von klempmat
Was unseren Medien schon lange recht ist, ist uns Mitarbeitern der Stadtbibliothek nun billig: Auch wir verbuchen unser Kommen und Gehen zukünftig elektronisch.
Das lästige und fehleranfällige handschriftliche Führen des “Zeiterfassungsblatts” fällt damit weg – und vor allem die elende Rechnerei! (Wer ist eigentlich auf die verrückte Idee gekommen, eine Stunde in 60 Minuten aufzuteilen? 100 wären viel einfacher zu rechnen!). Allerdings werden wohl viele KollegInnen dem elektronischen Zeitnehmer anfangs auf die virtuellen Finger schauen wollen und zur Sicherheit nachrechnen. Nach den Erfahrungen der KollegInnen im Rathaus, die schon länger mit der elektronischen Stechuhr leben, gibt sich das aber wohl nach einiger Zeit.
Im Winter sind die Kolleginnen und Kollegen an der Verbuchungstheke und am Informationsplatz im Erdgeschoss der
Für unsere Leser machen wir ja einiges, gelegentlich gehen wir für sie sogar unter die Decke – zumindest fast, wie man hier sehen kann. Für Jobs in schwindelnder Höhe braucht man natürlich Kollegen, die auf den oberen Sprossen der (Karriere-)Leiter heimisch sind, und so sehen wir hier den stellvertretenden Bibliotheksleiter, Herrn Rohrig, bei der Montage unseres Beamers unter der Decke des Erdgeschosses der
Am Freitag erwartet das Publikum nun also eine Präsentation durch einen Beamer – Leiter und stellvertretendem Leiter sei Dank. Die erotischen Geschichten mit Stefan Dehler und Christoph Huber sind allerdings bereits ausverkauft.
Schon seit genau 29 Tagen und 3 Monaten habe ich meinen festen Platz in der Stadtbibliothek eingenommen. Da ich mich hier sehr wohl fühle, ein Verdienst der Mitarbeiter, kann ich die täglichen Aufgaben einfacher und mit mehr Freude umsetzen. Besonders Spaß bereiten mir die kreativen Aufgaben wie zum Beispiel das Gestalten von Plakaten oder ähnlichem. Es gibt natürlich auch mal Tage, in denen alles ziemlich ruhig vonstatten geht und dann wieder Tage, die mit vielen Dingen beginnen und auch enden. Ich denke, das ist einfach der Gang eines typischen Arbeitsalltags.
Dann arbeite doch für die Göttinger Bürger und bewirb Dich jetzt um einen Ausbildungsplatz bei der Stadtbibliothek!
Und hier – speziell für Blog-Leser – noch ein Tipp:
Kaum ein Jahr ist vergangen, seitdem ich das letzte Mal an diesem Schreibtisch saß und
Am 01. August haben zwei neue Auszubildende ihre Stellen in der Stadtbibliothek angetreten, und so müssen wir uns auch wieder von jemandem verabschieden, da wir leider keine freien Stellen für unsere ausgebildeten Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste (kurz: FAMIS) haben. Deshalb müssen wir uns diesmal von Inga Graeber trennen, die 2005 ihre Ausbildung bei uns begonnen hat. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung und einer Babypause war sie zwei Jahre lang halbtags bei uns beschäftigt und dürfte vielen Lesern von ihren Einsätzen an der Verbuchungstheke und den Informationsplätzen bekannt sein.