Die Schauspielerin und Schriftstellerin Irmgard Keun wurde am 6. Februar 1905 in Berlin geboren. Zu ihren Bekannten und Freunden gehörten Kurt Tucholsky, Alfred Döblin, Stefan Zweig, Ernst Toller, Joseph Roth, Egon Erwin Kisch und Heinrich Mann. Während der Nazi-Diktatur wurden ihre Bücher beschlagnahmt und verboten. Nach dem 2. Weltkrieg konnte die Schriftstellerin nicht mehr an die literarischen Erfolge anknüpfen, die sie während der Weimarer Republik mit Büchern wie „Das kunstseidene Mädchen“ erreicht hatte. Erst in den 1970er Jahren wurde ihr Werk, das oft satirisch und gesellschaftskritisch das Leben junger Frauen in der Endphase der Weimarer Republik schildert, wieder entdeckt, u. a. von der feministischen Literaturkritik. „Das kunstseidene Mädchen“ wurde inzwischen in vielen deutschen Theatern gespielt. Am 5. Mai 1982 starb Irmgard Keun an Lungenkrebs und wurde in Köln beigesetzt.
Folgende Romane der Autorin finden Sie im Bestand der Stadtbibliothek Göttingen:
Keun, Irmgard: D-Zug dritter Klasse
Während des “Dritten Reiches ” lernen sich sieben sehr unterschiedliche Menschen in einem Zug von Berlin nach Paris kennen. Es kommt zu allerhand Verwicklungen…
Keun, Irmgard: Nach Mitternacht
Deutschland in den dreißiger Jahren: Ein Konkurrent hat Susannes Freund Franz denunziert. Als er aus der “Schutzhaft” entlassen wird, rächt sich Franz bitter, und Susanne muss sich entscheiden…
Keun, Irmgard: Das kunstseidene Mädchen
Doris ist Sekretärin bei einem zudringlichen Rechtsanwalt. Sie will nicht mehr tagaus, tagein lange Briefe tippen, sondern ein Star werden. Sie will in die große Welt, ins Berlin der Roaring Twenties…
Keun, Irmgard: Kind aller Länder
Die Flucht eines berühmten Romanciers vor den Nazis in die Emigration aus der Sicht der 10jährigen Tochter beschrieben.
Keun, Irmgard: Ferdinand, der Mann mit dem freundlichen Herzen
Ferdinand ist ein Mensch, der nicht gut “nein” sagen kann, wenn man ihn um etwas bittet. Ein heiterer Roman aus dem Nachkriegsdeutschland.
(Tipp: Klicken Sie auf den Buchtitel oder die Abbildung, und Sie gelangen zu diesem Medium im Katalog der Stadtbibliothek.)